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Tipp: Trachtenjeans selbst gemacht

©svort - Fotolia.com

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Auf Bierfesten, der Wiesn oder anderen Volksfesten, bei denen Trachtenkleidung ganz hoch im Kurs steht, wird die Lederhose natürlich gern getragen. Auch Frauen tragen die traditionelle Hose als Alternative zum Dirndl inzwischen. Wer jedoch gern etwas modernere Kleidung mag und trotzdem nicht auf einen Hauch Tradition verzichten möchte, der kann in diesem Fall zur sogenannten Trachtenjeans greifen. Viele Hersteller bieten sie in unterschiedlichen Designs an – wer es individuell mag, kann sich aber mit ein paar Handgriffen ganz leicht selbst eine Trachtenjeans designen.

Im Folgenden eine kleine Anleitung:

Als Ausgangspunkt wird natürlich eine Jeans benötigt. Diese kann entweder neu gekauft oder im Kleiderschrank erstöbert werden. Wichtig ist dabei, dass die Jeans selbst eher schlicht ist, also wenig bis gar keine Verzierungen aufweist, nicht unbedingt stone-washed ist und auch keine Löcher besitzt.

Jetzt ist Phantasie gefragt. Jeder mag es anders. Entweder schlicht oder bunt und schrill. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Besonders gut eignen sich Aufnäher mit traditionellen Motiven, wie Edelweiss, Herz oder andere Blumenmotive. Es können aber auch Aufnäher mit den typischen Mustern verwendet werden. Ein Karomuster erinnert beispielsweise an das Dirndl oder Trachtenhemd. Aufnäher oder auch Motive zum Aufbügeln können wunderbar auf den Hosenbeinen oder am Gesäß angebracht werden.

Eine schöne Verzierung sind auch Hornknöpfe oder Knöpfe mit Edelweissmotiven. Diese können der Lederhose nachempfunden, rechts und links an der seitlichen Außennaht angebracht werden. Eine klasse Idee sind auch selbstgemachte Hosenträgerhalter. Am besten eignet sich dazu Jeansstoff, wenn möglich sogar der aus dem die Jeans ist oder ein ähnlicher. Dazu werden ganz einfach ca. drei Zentimeter breite Streifen aus dem Jeansstoff zurecht geschnitten. Auf der einen Seite braucht jetzt nur noch eine Spitze ausgeschnitten zu werden, welche nach unten zeigt. Diese Streifen können jetzt jeweils recht und links vom Reissverschluss aufgenäht werden.

Fertig ist das individuelle Trachtenstück. Mit Phantasie und ein paar Nadelstichen lassen sich hier echte Kunstwerke zaubern um die man auf der Wiesn sicher beneidet wird. Zur Trachtenjeans passt am besten ein Trachtenhemd oder ein Top und ein Janker. Die Mischung aus traditionell und modern wird die anderen Festbesucher sicher begeistern.

Trachtenjanker

Dirndlkleid © Jeanette Dietl - Fotolia.com

Dirndlkleid © Jeanette Dietl - Fotolia.com

Die Jacke, die als Ergänzung zur Trachtenkleidung getragen wird, bezeichnet man als Trachtenjanker. Meistens wird sie von Männern getragen. Inzwischen aber wird der Trachtenjanker immer häufiger auch von Frauen getragen. 

Denn was macht eine bessere Figur zum Dirndl und den Haferlschuhen als ein Trachtenjanker für Damen? Das Trachtenjanker schließt das komplette Outfit immer sehr passend ab. Außerdem kann es sehr praktisch sein: Wenn es abends kälter wird und frau im Biergarten oder auf einem Fest sitzt, wärmt das Trachtenjanker sehr angenehm. Gleichzeitig sieht es sehr ansehnlich aus und zerstört den einheitlichen Stil des gesamten Outfits in keiner Weise.

Die moderne und stillbewusste Dame von heute findet Trachtenjanker in Fachgeschäften für Landhaus- und Trachtenmode. Viele Angebote gibt es auch im Internet. Wer sich also für ein Trachtenjanker entschieden hat, kann aus den verschiedensten Modellen wählen. 

Die klassischen Modelle aus Leder oder Wolle sind meist in den traditionellen Farben Grün und Grau. In letzter Zeit aber wird auch die Trachtenkleidung farbenfroher. Trachtenjanker für Damen gibt es inzwischen auch in kräftigen Farben wie zum Beispiel Blau oder Rot. Viele Trachtenjanker gibt es auch als eine gute Ergänzung zum Dirndl. Die einzelnen Kleidungsstücke sind dann genau aufeinander abgestimmt. Dadurch entsteht ein schönes Gesamtbild. Es ist also unwichtig, für welche Jacke frau sich entschieden hat – sie kann immer eine schöne und praktische Ergänzung zum Dirndl sein.

Nicht immer müssen Trachtenjanker in Kombination mit der restlichen Trachtenkleidung getragen werden. Trachtenjanker lassen sich mit fast jedem Stil gut kombinieren. Ein weiterer Vorteil des Trachtenjankers: Diesen besonderen Trachtenjanker gibt es auch in der XXL Damenmode. Er kaschiert praktischerweise kleine Problemzonen und vollendet das Bild der Tracht. Zu einer Jeans zum Beispiel wirkt die Jacke recht sportlich und schmückt sogar gas ganze Outfit. Aus diesem Grund sieht man die Jacken immer häufiger – nicht nur zum Oktoberfest. Denn wer sich von den vielen Vorzügen eines Trachtenjankers schon mal überzeugt hat, wird diesen nur ungern wieder hergeben.

Die Bremer Tracht

Bei der Bremer Tracht handelt es sich um eine bäuerliche Volkstracht des 19. Jahrhunderts, die deutliche die zahlreichen Bemühungen der Stadt, sich von umliegenden Gebieten aubzugrenten, zur Schau stellt. So wollte man sich auf Seiten Bremens nicht nur politisch, wirtschaftlich oder religiös deutlich von der Umgebung absetzen.

Diese bremische Umgebung war zu jener Zeit geprägt von Trachten, die sich zumeist nach den verschiedenen Kirchspielen ein wenig voneinander unterschieden. Grobere Unterschiede waren auf die Übergänge zwischen Geest und Mascht oder Moor zurück zu führen. Im bremischen Gebiet jedoch wurde trotz einer Vielzahl unterschiedlicher Kirchspiele, stets nur eine einheitliche Tracht getragen. Einzig unter den einzelnen Bauerschaften und Dörfern zeichneten sich kleine Unterschiede in Details ab. Vorwiegend unter dieser Bevölkerung wurden die Trachten bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts getragen, bis sie der städtischen bürgerlichen Mode weichen mussten.

Frauen trugen damals einen dunklen Unterrock, über den sich der schmal und bunt gestreifte Wollrock warf, den man in diesen Kreisen “Wullaken” nannte. Die Röcke hatten einen Stoffumfang von jeweils etwa drei Metern und wurden durch eine klein gemusterte Schürze ergänzt. Diese bestanden aus Materialien wie Wolle, Leinen oder Seide und ließen sich mit Bindenbändern schließen. Eine eng anliegende Jacke, braun- oder schwarzkattunen, bedeckte den Oberkörper, während diese Funktion auf dem Kopf die im bremischen Landgebiet als “Hullen-Hube” bekannte Mütze tat.

Die Männer dagegen trugen eine Kniebundhose aus schwarzem Leder oder Wolltuch, die vorn mit einer großen Klappe geschlossen wurde. Für den Oberkörper war ein Leinen- oder Baumwollhemd mit traditionell hohem Stehkragen und mitsamt gestickten Monogramms des Trägers vorgesehen. Hinzu kam eine zweireihige Weste, die mit verschiedenen Streifenmustern versehen war. Auch kurze Jacke und Kniebundstrümpfe waren Teil der Tracht, während ein breitkrämpiger Hut oder die blaue Zipfelmütze im eigenen Heim den Kopf bedeckte.

 

Trachtentrends aktuell

© Kzenon - Fotolia.com

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Das Oktoberfest ist zwar gerade vorbei und es dauert beinah noch ein ganzes Jahr bis zu den nächsten Wiesn. Doch Dirndl und Trachten verlocken weiterhin. Kaum ein Kleidungsstück steht jeder Frau so gut und vorteilhaft wie ein Dirndl – egal ob junges, unschuldiges Mädchen oder verruchte Kneipen-Rockerin. Ein Dirndl sieht nicht nur sexy und weiblich aus und zieht Männeraugen quasi magisch an, sondern ist auch äußerst bequem zu tragen. Immer neue und modernere Variationen des traditionsreichen Kleides erscheinen auf dem Markt: Neue Materialien, Schnitte, Längen und Farben ergeben die Dirndl des 21. Jahrhunderts. Wer sich heute ein Dirndl kaufen möchte, der steht vor der Qual der Wahl. So viel Auswahl wie heute hatten die Madl vor 100 Jahren jedenfalls noch nicht.

Die verschiedenen Längen der Dirndl reichen heute von Mini-Kleid-ähnlichen Maßen über “Mitte Wade” bis hin zum richtig langen Dirndl. Trachten-Experten rechnen mit einem Boom auf die knieumspielende Variante, also die 70er Länge. Das knöchellange Dirndl hingegen wird wahrscheinlich immer ein zeitloser Klassiker bleiben. Wer schöne Beine hat, sollte sie natürlich auch zeigen: Dafür bieten sich 60er oder noch kürzere Längen an, auch wenn diese vielleicht dem ein oder anderen traditionsbewussten Bayer ein Dorn im Auge sind.

In Sachen Stoffen geht der Trend laut Lifestyle-Experten eindeutig zu hochwertigen Dirndlstoffen und weniger zu preiswerteren Naumwollstoffen. Reine Seide, Brokat, Taft und Spitze, teilweise aufwendig bestickt oder mit Pailetten verziert, gehören in den aktuellen Dirndl-Kollektionen beinah schon zum Standard-Repertoire. Auch in alltäglicher Kleidung finden sich immer stärker Einflüsse von Trachtenmode. Ausgewaschene Jeans kommen aus Trachtenstoffen daher – ob sie dazu Jeanstracht oder Dirndljeans sagen, bleibt ihnen selbst überlassen!

Was bedeutet die Schleife am Dirndl?

Nicht nur die sozialen Netzwerke, wie beispielsweise Facebook, wissen heutzutage fast alles über einem, wie auch den Familienstand. Ein ganz anderes traditionelles Kleidungsstück wird dabei fast selbst zu Medium. Bei ihm nämlich wird man schnell darüber unterrichtet, ob diejenige “frei” ist: dem Dirndl.

Das Dirndl ist wie bereits bekannt ein bayerisches Trachtenkleid, über dessen Tradition man eigentlich nicht viel wissen sollte, außer dass es wichtig ist, wie man die Schleife trägt. Denn so mancher konservativer Ehemann könnte es einem durchaus übel nehmen, wenn Frau im Dirndl mit ihrer Schleife anzeigt, dass sie noch Jungfrau ist. Zumal das sicher für den Ehemann auch keine nette Lobeshymne ist. Die Trachten online kaufen kann heutzutage jemand, doch niemand weiß wahrscheinlich, was die Dirndl-Schleife wirklich bedeutet. Und die muss bei der traditionellen Tracht unbedingt dabei sein.

Wer die Dirndl-Schleife rechts gebunden trägt, signalisiert den Männern, dass man diese Frau nicht weiter in Gespräche verwickeln sollte, weil diese schließlich vergeben ist. Der Ehemann kann also zufrieden sein, weil seine Frau ihm zeigt, dass sie zufrieden ist mit ihrer Wahl des Mannes. Pech für die, die sich mehr von der Dirndl-Trägerin erhofft hatten. Anders allerdings sieht es bei den Damen der Schöpfung aus, die ihre Schleife nach links gebunden haben. Diese sind zu haben, also single. Im Übrigen ist das der Schlüssel zum Erfolg für die Männerwelt. Die Frau nämlich, die so ihre Schleife trägt, hat nichts dagegen, andere Männer kennenzulernen.

Und nun zur vorher angesprochenen Jungfrau-Schleife: Wenn eine Frau die Schleife mittig trägt, dann bedeutet dies, dass die Frau in der Tracht noch Jungfrau ist. Frauen sollten also darauf achten, ob sie diesen Status wirklich “teilen” wollen, um es einmal mit Facebook-Sprache zu beschreiben. Und dann zu den Wiesn-Fummlern. Nein, die Kellnerin die eben noch die Schleife nach hinten getragen hat, muss keine Witwe sein. Damals wurde die Schleife von den Witwen getragen, heute machen das auch Kellnerinnen.

 


Trachten-Trends

Trachten sind mehr denn je in Mode. Wer 2011 was auf sich hält, der zieht nicht nur zur Wiesn seine Tracht an. Ob traditionell oder modern, Trachten sind das Highlight der Modewelt.

Insbesondere Frauen können auf eine einfache Art und Weise ihre Dirndl aufpeppen. Einfach die Schürze gegen ein neue Farbe austauschen, ein fesches Hemd mit Spitze anziehen das Kleid mit Ballerina-Schuhen oder Stiefeln kombinieren.

Wer darüber nachdenkt, sich ein neues Dirndl anzuschaffen, der wird eine große Bandbreite zur Auswahl haben. Neben den traditionellen Dirndl für den Tanz gibt es auch festliche Kleider für besondere Abende. Besonders modern sind in dieser Session enganliegende, edle Schnitte und Stoffe. Sehr schön sehen Seide, Brokat und Samt aus. Diese Kleider werden mit Schürzen aus Seiden-Organza oder Taft kombiniert.

Wer sich mit den Maxi-Dirndln nicht anfreunden kann, für den gibt es seit ein paar Jahren das Mini-Dirndl. Besonders jüngere Frauen tragen das Mini-Dirndl gerne.

Wer kein Dirndl im Schrank besitzt und sich ein klassischen Dirndl nicht leisten kann, der sollte mal in einen Second-Hand-Laden nach einem klassischen Dirndl Ausschau halten. Diese erhält man so günstig, dass man bei falscher Passform, das Dirndl beim Schneider anpassen lassen kann.

Da Drindl sehr beliebt sind, ist die Suche nach einem Dirndl im Second-Hand-Geschäft nicht immer mit Erfolg gekrönt. Diejenigen, die vergeblich suchen, können versuchen aus drei Komponenten ein Trachtenstück zu kreieren. Dazu braucht man eine weiße Bluse und einen ausladenden Rock. Der Clou ist hierbei die Schürze. Einfach ein Stück Stoff kaufen und die Schürze entweder selbst nähen oder nähen lassen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, es ist auch noch einzigartig. Dabei kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Die Markgräfler Tracht

Gerade in Zeiten des Wertewandels bieten Traditionen und Bräuche vielen Menschen Halt in einer Gesellschaft, die vom Wandel geprägt ist. Die Rückbesinnung auf Altes kann Trost spenden und stellt ein interessantes Hobby dar.

Trachten sind traditionelle Kleiderordnungen einer bestimmten Region, eines Landes oder der Angehörigen einzelner Bevölkerungsgruppen. Eine Besonderheit in der Gattung dieser Kleidungsart stellt die Markgräfler Tracht dar.

Sie ist im Bundesland Baden-Württemberg beheimatet. Die Hörnerkappe ist ihr markantestes Zeichen. Sie besteht aus einer Flügelhaube, die als Kopfbedeckung getragen wird.

Heutzutage werden Trachten nur in Vereinen getragen, die das Andenken an die Geschichte traditioneller Kleidung bewahren. Bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde sie jedoch von der Landbevölkerung an Sonn- und Feiertagen, oder sonstigen festlichen Anlässen benutzt.

Hauptsächlich getragen wurde sie in der Region zwischen Basel und Freiburg, was das ehemalige Staatsgebiet des Markgräferland darstellt. Nachdem 1820 die Verbreitung der Tracht stark anwuchs, kann daraus abgeleitet werden, dass dies eine Gegenbewegung zur Staatsgründung des neuen “Großherzogtums Baden” darstellte. Die allgemeine Bevölkerung hatte ein Bestreben nach Individualität, die sie in der Tracht ausdrückte. So grenzte man sich von zusammengeschlossenen, neuen Teilgebieten, also den Nachbarn, durch Kleidung ab.

Die Markgräfler Tracht ist eine reine Frauentracht. Sie erfuhr im Laufe der Jahrhunderte einige Änderungen. Dies wird am besten deutlich, wenn man sich die “Hörnerkappen” im Wandel der Zeit anschaut. Waren sie im 17. Jahrhunderten noch kleine Hüte, so entwickelten  sie sich im darauf Folgenden zu richtigen Kappen. Diese Kappe bekam im Laufe der Zeit die charakteristischen Flügel, die sich bis zuletzt hielten. Die Produktion der Trachten, die sich zunächst auf kleine Haushalte beschränkte wurde in Zeiten der Industrialisierung ausgeweitet, so dass sich ganze Bandwebereien mit der Herstellung der Tracht beschäftigten.

Fast vergessen: Das Hirschhornknopfhandwerk

Nicht nur von einem Trachten Dirndl sind sie nicht wegzudenken, auch an eine Trachtenjacke gehören sie unbedingt: Die Hirschhornknöpfe. Doch wie werden sie eigentlich hergestellt?

Mittlerweile gibt es richtige Großproduktionen, welche diese Knöpfe als Massenware produzieren. Da ist es schon eine Seltenheit, wenn man einmal jemanden findet, der noch das Handwerk der Hirschhornknopfproduktion beherrscht. Jedoch gibt es tatsächlich noch solche Menschen, die in mühevoller Handarbeit diese Knöpfe Schritt für Schritt herstellen.

Einer von ihnen ist Meinrad Kuisle. Dieser lebt im Weiler Liebenstein über 800 Meter über dem Meeresspiegel. So arbeitet Meinrad mittlerweile in der dritten Generation an den Hirschhornknöpfen und gehört zu einer aussterbenden Art. Dabei arbeitet er in einer Werkstatt, welche in das Haus mit integriert ist. Bei seiner Arbeit entstehen ziemlich viele Dämpfe und Staub, sodass es kaum möglich ist sich zu mehreren in dem Raum aufzuhalten. Jedoch ist Meinrad sehr kreativ und hängt einfach einmal den kompletten Fensterflügel aus, sodass ein Unterhalten und über die Schulter schauen während der Arbeit möglich ist.

So arbeitet Meinrad natürlich an ganz natürlichen Geweihen, welche am Kopf eines Hirsches gewachsen sind. Dabei handelt es sich natürlich nicht um Tierquälerei, da der Hirsch jährlich sein Geweih abwirft und dieses im nächsten Jahr wieder nachwächst.

Um dann wirklich einen Knopf zu produzieren wird als erstes im Geweih der Knopf mit einer entsprechenden Fräse vorgebohrt. Anschließend wird mit Handarbeit der entsprechende Knopf mit einem Meißel herausgeschlagen. Danach wird der Knopf eingespannt und Unebenheiten werden korrigiert und abgeschliffen. Aus den Hornresten, die am Geweih übrig bleiben, wurden vor allem früher häufig Messergriffe hergestellt.

 

 

Trendy: Mode aus Milch

Dass Milch gesund ist wussten wir schon immer. Nun wird das weiße Elixier auch kleidsam. Die Designerin und Mikrobiologin Anke Domaske hat die Qmilchfaser entdeckt, aus der vor allem Stoffe und Mode für Allergiker entstehen sollen.

Die studierte Biologin Anne Domaske ist gebürtige Leipzigerin und stammt aus einer modebegeisterten Familie. Bereits mit 19 Jahren hat sie ein eigenes Modelabel gergündet: Mademoiselle Chichi, kurz MCC. Nach dem Biologiestudium vereinte Domaske ihre beiden Leidenschaften zu einer und gründete eine zweite Firma, Qmilch. Das Ziel war es, die in der Industrie schon bekannten Milchfasern umweltschonend herzustellen. Zusammen mit ihren sechs Mitarbeitern vom Modelabel fing sie an, im Labor zu experimentieren. Davor hatten sich auch andere Produzenten an Milchfasern versucht. Ihnen war es aber nie gelungen, eine umweltfreundliche und dazu reißfeste Version der Milchfasern herzustellen. Ausgerechnet Domaske und ihrer Truppe sollte das Experiment nun doch gelingen. Nach mehreren Hundert Versuchen war die wasser- und reißfeste Faser Qmilch geboren.

Das patentierte Ergebnis ist revolutionär, weil damit endlich gelungen ist, den ökologischen Gedanken in der Modebranche zu verankern. Für die Herstellung der Milchfaser braucht man nur zwei Liter Wasser. Außerdem achtet man bei der Firma Qmilch darauf, nur Milch aus Produktionsrückständen zu verwenden.

Der erste Prototyp hängt schon auf einem Kleiderständer in der Hannoveraner Fabrik. Das Kleidungsstück fühlt sich seidig und leicht an. Noch dazu ist es hautverträglich.

Die Absatzchancen für die antiallergene Textilie sind gut. Denn immer mehr Menschen reagieren allergisch auf die Chemikalien, die in der Kleidung verwendet werden. Das Interesse der Textilienbranchen an der Milchfaser ist deswegen sehr groß. Schon nächstes Jahr startet dir Firma Qmilch die Produktion in Hannover. Die Faser soll aber nicht nur im eigenen Modelabel verarbeitet werden. Auch für alle anderen Kunden soll sie offen sein.

Der Trachtenboom

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Trachten noch als Kleidung für dörfliche Hinterwäldler angesehen wurden. Spätestens seit das Oktoberfest sich immer größerer Beliebtheit erfreut, sind Dirndl und Co. wieder absolut „in“. Doch nicht nur in Bayern werden Karos, Miederblusen und Lederhosen wieder aufgetragen: auch in anderen Bundesländern ist Trachtenkleidung äußerst beliebt. Egal ob beim Oktoberfest in Berlin Spandau oder auf dem Havelberger Pferdemarkt – überall sieht man die urbayerische Mode.

Die Modefiliale C&A bot in diesem Jahr fast 60 verschiedene Modelle im Bereich Trachtenmode an. Diese waren zwar nur online erhältlich, jedoch nach kurzer Zeit bereits sehr gefragt. Auch bei Tchibo gab es zwei Dirndl-Angebote – sie waren nach wenigen Tagen ausverkauft. Und auch bei Ebay steigt die Zahl der gehandelten Trachtenkleider. Fast 43000 Artikel wurden in dieser Kategorie bei dem Online-Auktionator verhökert. Und dabei wechselten nicht nur die Kleider, sonder auch rund 1,3 Millionen Euro den Besitzer.

Allerdings muss man eindeutig klarstellen, dass zwischen der heute angebotenen Trachtenmode und der eigentlichen bayerischen Tracht kaum mehr eine Verbindung besteht. Die Modeindustrie hat inzwischen so viele Veränderungen vorgenommen, dass man nur noch erahnen kann, woraus sich heutige Dirndl und so weiter entwickelt haben. Die Trachtenmode hat sich in den letzten zehn Jahren stark gewandelt. Vor einigen Jahren war es noch absoluter Trend, mit Riesendekolleté und ultrakurzem Röckchen beim Oktoberfest zu flanieren. Heute sehen die Modelle wieder zünftiger aus. Das Mini-Dirndl geht gar nicht mehr, stattdessen ist knielang die gängige Variante. Die Muster sind in diesem Jahr auch wieder klassisch, man kann Auerhähne, Jagdmotive oder alpine Kulissen bewundern. Die Farben halten sich eher bedeckt: Braun- und Erdtöne sind angesagt, ebenso Tannengrün und Weinrot.

Auch beim Schmuck bleibt es dezent: ein schmales Halstuch, eine filigrane Kette mit Edelweiß-Anhänger, ein keckes Hütchen – das reicht völlig aus, um ausgehfertig zu sein.

Auf den Laufstegen dieser Welt und in den Promi-Zelten auf dem Oktoberfest kann man in diesem Jahr allerdings ausgefallene Couture-Dirndl bewundern. Diese zeichnen sich durch ausgefallene Farbkombinationen, aufwendige Stickereien und Feder-Accessoires aus.