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Dolce&Gabbana lösen Zweitlinie auf

Wie das Modeimperium D&G, also Dolce & Gabbana, entstand weiß vermutlich nicht jeder. Daher genügt ein kleiner Einblick in die Historie und ein Sprung in das Jahr 1980. Da nämlich lernten sich der Sizilianer Domenico Dolce und der Mailänder Stefano Gabbana in einem Atelier in Mailand kennen. Dolce wusste schon im Alter von sieben Jahren wie man näht, Gabbana war zum damaligen Zeitpunkt Grafiker. 185 gründeten die Beiden das Modelabel, was dann ein Jahr später auch die erste Damenkollektion herausbrachte. Heute umfasst D&G längst nicht nur den Bereich der Kleidung, sondern vertreibt auch Brillen, Uhren, Schmuck und Kosmetik.

Dabei ist D&G, wie es kurz genannt wird, eigentlich gar keine Verkürzung des Namens, sondern die Zweitlinie des Labels. Diese soll nun eingestellt werden, weil sich das Duo, was selbst bis 2005 auch privat ein Paar war, mehr auf die Hauptlinie konzentrieren will. Am 22. September präsentierte D&G die letzte Kollektion, die mit ihren exzentrischen Farben und Schnitten die Modewelt prägte. Im Vorlauf der Präsentation mehrten sich bereits die Gerüchte, dass D&G eingestampft werden soll. Im Rahmen der Mailänder Fashion Week zeigten sie dort ihre letzte Kollektion der Zweitlinie.

Dabei verschwindet D&G allerdings keinesfalls vollständig von der Mode-Bildfläche. Dolce und Gabbana erklärten in einer Mitteilung, dass die bisher als Zweitlinie geführte Kette D&G in das Hauptunternehmen eingegliedert werden soll. Die kompaktere Form von Dolce & Gabbana würde dazu führen, sagten sie, dass ihre Kollektionen „mehr Stärke und Energie“ haben werden. Es dient den beiden als „Rückkehr“ zum Anfang und soll neue Ideen verschaffen. Auch hier munkelt der „Buschfunk der Modewelt“, dass sich Dolce & Gabbana ausweiten und sein Spektrum erweitern will.

Außerdem sei der Grund der Einstellung der gewesen, dass eine Marke drohte andere aufzufressen. Das wollten die Designer verhindern und entschlossen sich nun zu diesen Schritt. Und so dürfen sich die emanzipierten Frauen – das soll jedenfalls die Zielgruppe der Modemacher sein – weiterhin auf elegante und erotische Entwürfe freuen. Und ab jetzt mit noch mehr Kraft und Energie.  

Die Berlin Fashion Week

Auch die zweite Fashioweek in Berlin dieses Jahr war ein voller Erfolg. Ausnahmsweise fand die berühmte Modewoche mal nicht unter den Linden am Bebelsplatz, sondern direkt vor dem Brandenburger Tor statt. Jedes Jedes Jahr ist das Staraufkommen in Berlin groß wenn sich die Schönen in eleganten Roben über den Laufsteg schwingen. Mercedes Benz ist der Hauptpartner der Modewoche und so war auch das Kampagnenauto mal wieder von den Schwaben.

Während die Fashion Weeks in anderen Städten doch sehr groß sind und nur die großen Stardesigner dort vertreten sind läuft das alles in Berlin doch recht unscheinbar ab. Die Mode die hier präsentiert wird ist eher für den etwas schmäleren Geldbeutel entworfen, und vor allem aber auch dafür gemacht sie wirklich im Alltag oder zumindest zu besonderen Anlässen tragen zu können. Natürlich gibt es auch die ganz ausgefallenen Stücke, doch im Großen und Ganzen macht es wirklich einfach nur Spaß sich die Kreationen anzusehen da man auch tatsächlich davon profitieren könnte.

Die Modewoche in Berlin ist noch sehr klein gehalten, auch junge Designer dürfen hier große Augenblicke erleben und werden stark gefördert. Zusammen mit der Bread & Butter Fashionmesse, die immer parallel zum ganzen Geschehen verläuft gibt es viele tolle Angebote, Partys, Workshops und natürlich Fashionshows in der Stadt.

Präsentiert wurde im Übrigen die Sommermode für das Jahr 2012. Und es steht fest, es wird ganz und gar nicht langweilig! Es bleibt vor allem farbenfroh und bunt, auch klassische Schnitte geraten wieder vermehrt in den Focus. Außerdem, so wohl extrem kurze, aber auch extrem lange Abendkleider sind die Highlights der Shows gewesen.

Jetzt ist erst mal wieder ein halbes Jahr Ruhe bis der Modezirkus im Januar erneut tagt um die Kollektionen für Herbst/Winter 2012 zu präsentieren.